|
Physisch noch stärker als letztes Jahr
Am kommenden Donnerstag fällt der Startschuss zur Beachvolleyball-Saison 2005. Im Hauptbahnhof Zürich treffen Patrick Heuscher und Stefan Kobel auf die neu formierten Schweizer Teams Laciga/Egger und Laciga/Heyer. Patrick Egger, Trainer und Coach von Heuscher/Kobel, gibt Auskunft über die Form seiner Schützlinge.
Text Christian Bigler
Patrick Egger du warst im April zwei Wochen in Brasilien und hast mit Patrick und Stef intensiv gearbeitet. In welcher Form befindet sich die Nummer 3 der Welt?
Aufschluss über die wirkliche Form erhalten wir erst am Turnier in Zürich vom kommenden Wochenende. Die Informationen, die ich aber aus den Trainingsmatches in Brasilien herausziehen konnte, sind sehr viel versprechend. Der Stand ist vergleichbar mit dem vom vergangenen Jahr. Ich denke aber, dass die beiden physisch sogar noch stärker sind.
Sind die Erfolge der letzten Saison verarbeitet und abgehakt?
Ja aber die erlebten, durchwegs positiven Eindrücke motivieren Patrick und Steff, noch härter zu arbeiten, weil sie erfahren haben, dass harte und konsequente Arbeit den ersehnten Erfolg bringt.
Hat die olympische Bronzemedaille die beiden charakterlich verändert?
Ich jedenfalls habe keine Veränderung festgestellt, ausser dass sie vielleicht noch stärker an sich glauben und ihr Durst nach Erfolgen noch etwas gestiegen ist.
|
 |
Ende Saison hast du darauf hingewiesen, dass jetzt der Moment gekommen sei, um im Bezug auf das Training neue Methoden auszuprobieren, was konkret habt ihr an der Vorbereitung verändert?
Der grobe Aufbau blieb gleich er war ja sehr erfolgreich. Zum Teil verändern wir einzelne Elemente aus dem Krafttraining. Bei der Organisation der Trainingslager haben wir einige terminliche Umstellungen vorgenommen und gewisse Standorte gewechselt.
Ein neuer Vierjahreszyklus, mit dem Kampf um die Teilnahme an den Olympischen Spielen hat begonnen. Wie steht es um die Konkurrenz. Gibt es neue Teams? Wird das Niveau in der nächsten Saison stärker oder schwächer?
Momentan kann ich da noch nichts dazu sagen. Diverse Teams haben sich neu formiert auch hier geben erst die Turniere verlässliche Rückmeldungen.
Patrick und Stef spielen schon seit neun Jahre zusammen. Was kannst du als Coach dazu beitragen, dass diese Beziehung intakt bleibt?
Mal mehr mal weniger gelegentlich bin ich schon ein bisschen Ehe-Therapeut. Es gehört jedenfalls zu meinen Aufgaben als Coach, dass ich die Stimmung im Team beobachte und eine Diskussion oder Aussprache lanciere, wenn ich merke, dass irgendwas nicht stimmt.
Privat gehen die beiden bekanntlich schon lange ihre eignen Wege, besteht nicht die Gefahr, dass sie sich nach so vielen Jahren auch auf dem Spielfeld auseinander leben.
Die Gefahr besteht. Ein neuer Partner bedeutet meist auch neue Motivation aber auch grosse Unsicherheit. Pädy und Stef wissen, was sie an sich haben im Negativen wie im Positiven und das Positive überwiegt ganz klar.
Was meinst du zu den Rochaden der beiden anderen Schweizer Teams?
Da bin ich sehr gespannt!!!
Wie sieht die nationale Rangliste Ende Saison aus?
Heuscher/Kobel auf Platz 1 wer 2., 3. oder 4. wird interessiert mich dann nicht mehr sonderlich!
|