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Vielen Dank und alles Gute Jean-Pierre!
Jean-Pierre Stuerchler war sieben Jahre lang für die Sponsoringbelange von HK verantwortlich. Nun trennen sich die Wege Jean-Pierre wird sich ab nächstem Jahr vollamtlich einem anderen beruflichen Tätigkeitsgebiet mit neuen Herausforderungen und Chancen zuwenden. Aus dem Sport wird er sich aber doch nicht ganz zurückziehen es bestehen Pläne, neue Projekte im Sportbereich anzugehen.
"Es war eine lange und gute Zusammenarbeit. Wir haben viel zusammen erreicht und das ist etwas, was immer bleibt. Schöne Erinnerungen, die ganz sicher in Athen ihren Höhepunkt fanden. Keiner hat so schön mit uns mitgefiebert wie Jean-Pierre. Alles Gute und vielen Dank Jean-Pierre!"
Stefan Kobel
"Es war mehr als eine professionelle Zusammenarbeit. Jean-Pierre war immer mit viel Herz dabei und wird es, so hoffen wir, auch immer bleiben. Wir hoffen ihn auch nächstes Jahr an manchen Turnieren zu sehen. Danke für alles und viel Glück!"
Patrick Heuscher
Im Abschieds-Interview verrät Jean-Pierre, wie er den Gewinn der Olympia-Medaille erlebte und prognostiziert den Final von Peking.
Jean-Pierre Stuerchler, du warst die letzten Jahre als Manager für Heuscher Kobel tätig. Wie hat es eigentlich angefangen mit eurer Zusammenarbeit? Was hat dich dabei am meisten fasziniert?
Vor ungefähr 7 Jahren meldet sich eines Tages ein junger Herr telefonisch bei mir und erkundigte sich nach meinem Interesse, ihm und seinem Partner Patrick Heuscher bei der Vermittlung von Sponsoren behilflich zu sein. Ich kannte Stefan Kobel noch nicht, war aber gerade dabei, eine Sportagentur aufzubauen und auf der Suche nach Sportlern mit so genanntem high potential. Meine Beachvolleyball-Kenntnisse beschränkten sich auf das Team Laciga/Laciga, das damals ganz oben im Welt-Ranking figurierte. Zwei talentierte Athleten wie Patrick und Stefan waren mir darum sehr willkommen, denn so dachte ich es müsste mit optimalen Voraussetzungen für die beiden möglich sein, ebenso weit zu kommen wie die Lacigas. So schlossen wir uns zusammen und starteten das langfristige Olympiaprojekt 2004. Dass von da an quasi alles nach Plan lief und es tatsächlich mit der Olympia-Medaille von Patrick und Stefan gipfelte, scheint rückblickend fast unglaublich zu sein.
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Welchen Herausforderungen bist du in dieser Zeit begegnet?
Der grosse Challenge am Anfang war, das Projekt auf eine solide finanzielle Grundlage zu stellen, damit Patrick und Stefan für ihren Lebensunterhalt als Berufssportler aufkommen konnten. Mit den ersten grosszügigen Teamsponsoren und HKs raschen Erfolgen auf der World Tour unmittelbar nach Olympia 2000 ist dies bald gelungen. Früh glückte es dem Team zudem, mit Patrick Egger einen der besten Trainer für ein langfristiges Engagement zu gewinnen. Ergänzt wurde unser Team mit Alessia Krämer, die ihre Begeisterung für die beiden Jungs auf ihre Informations- und Medienarbeit übertrug. So konnten sich HK ganz auf die sportliche Leistung konzentrieren für alles andere erhielten sie jederzeit die gewünschte Unterstützung und Entlastung.
Ich behaupte, für einen Spitzensportler ist folgendes entscheidend:
100 % Sport + 30 % Support = beste Chance auf Erfolg vorausgesetzt, der Sportler ist hochtalentiert, beharrlich auf sein hohes Ziel fixiert und er hat eine komplett professionelle Einstellung. Ein Winner-Typ eben!
Ein Top-Athlet hat eine Fülle weiterer Faktoren zu beachten. Er ist ein Vorbild für die Jugend. Darum muss er auch allezeit ein professionelles Verhalten an den Tag legen. Und im Fokus der Öffentlichkeit soll er ein gewinnendes Image verbreiten. Damit erhöht sich die Motivation der Sponsoren, noch enger mit ihm zusammenzuarbeiten.
Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Sponsoren?
Meine Herausforderung war, attraktive Sponsoring-Pakete zu kreieren und Interessenten dafür zu finden. Leistung erfordert Gegenleistung: Jeder Sponsor verlangt eine gewisse visuelle Präsenz in den Medien. Genau das war die grosse Hürde, die es zu meistern galt. Wir hatten Glück: Mit unseren Teamsponsoren haben wir gute Erfahrungen gemacht. Vor allem sind wir ihnen dankbar, dass sie uns die Zeit gaben, das HK-Projekt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Wie sieht deine nähere Zukunft aus? Welche Rolle wird Beachvolleyball für dich in Zukunft spielen?
Der Moment ist für mich gekommen, Abschied zu nehmen von einem Team, das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe entschieden, mich ab nächstem Jahr einer völlig anderen beruflichen Tätigkeit mit neuen Herausforderungen und Chancen zuzuwenden. Aus dem Sportbusiness werde ich mich doch nicht ganz zurückziehen. Ich hege Pläne, in Zukunft das eine und andere neue Sportprojekt anzupacken. Ob das auch mit Beachvolleyball zusammenhängen wird, kann ich noch nicht sagen.
Was wünschst du Stef und Päddy für die Zukunft in sportlicher wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht?
Für Patrick und Stefan hoffe ich, sie können sich gegen ihre sehr starken Schweizer Mitkonkurrenten durchsetzen und für Peking 2008 qualifizieren. Bleiben sie bis dahin gesund, fit und erfolgshungrig, was ich ihnen sehr wünsche, werden sie am nächsten Olympischen Turnier Favoriten für eine Medaille sein. Meine Vision: In Peking sitze sich im Beachvolleyball-Stadion, feuere HK im Match um die Goldmedaille gegen unsere deutschen Freunde Jonas und Markus lautstark an und freue mich schon auf die grosse Party nach dem Finalspiel!
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